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"Sich mit seinen Sinnen sinnvoll sichern"


Es gibt immer mehr Kinder mit Problemen in ihrer Wahrnehmungs- und Bewegungsentwicklung und immer mehr Kinder mit Schulproblemen. Eltern beobachten und kennen ihre Kinder am besten. Sie fühlen mit ihnen und erleben ihre Neugier und ihre Freude, ihre Schwierigkeiten und ihre Enttäuschungen unmittelbar. Eltern wollen ihre Kinder verstehen. Sie wissen, wann ihr Kind leidet und möchten ihm helfen. Sie entscheiden, ob sie Hilfe in Anspruch nehmen wollen.

Eltern erleben hautnah, wie sich ihre Kinder entwickeln, wie sie ihren Körper entdecken, wie sie täglich ihre Fähigkeiten erweitern, um ihre Umwelt und sich selbst zu erobern. Auf diese Weise beobachten sie die Entwicklung der Sinneswahrnehmung bei ihren Kindern. Dieser Wahrnehmungsprozeß ist ein Bestandteil der normalen Entwicklung des Nervensystems und heißt:

 SENSORISCHE INTEGRATION

Verzögerungen der Entwicklung können Hinweise auf Störungen im sensorischen Integrationsprozeß sein. Eltern merken meist zuerst, wenn hierbei etwas nicht stimmt. Aber sie sind sich oft unsicher wie sie ihre Beobachtungen einschätzen sollen. Was ist eine verspätete Entwicklung, die man abwarten kann, und wann zeichnet sich eine Störung ab, die Behandlung erfordert?

Kinder sind unterschiedlich schnell in ihrer Entwicklung. Aber sie machen stetig kleine Fortschritte. Kinder sind von Natur meist sehr sicher in der Auswahl von Sinnesnahrung und bei der Auswahl von Betätigungen zu ihrer sensomotorischen Lernerfahrung. Damit strukturieren und entwickeln sie ihr Nervensystem und Gehirn in der spielerischen Betätigung. Sie tun das mit Neugier, Tatendrang und Freude. Und es macht Freude, daran teilzunehmen. Kinder lernen jeden Tag mehr von sich und ihrer Umgebung. Es ist ein enorm wichtiger Vorgang, der das Nervensystem entwickelt, strukturiert und die Grundlage für Sprache, Denken und schulisches Lernen bildet.

Manche Kinder vertrauen aber ihrer inneren Stimme nicht mehr. Sie überfordern oder unterfordern sich. Sie werden mutlos, weil ihnen der Lohn, nämlich der Erfolg für ihre Bemühungen, versagt bleibt. So werden sie verunsichert und verunsichern andere.

Es gibt Kinder in Sackgassen. Sie entwickeln in einem Bereich überdurchschnittliche Fähigkeiten und entwickeln Vermeidungsverhalten in anderen Bereichen. Es gibt übersensible Kinder, die sich der auf sie einstürmenden Wahrnehmungen nicht erwehren können. Sie können ihre Empfindungen und Reaktionen der Umgebung nicht verständlich machen.

Es gibt Kinder, die durch unser kulturelles System, hierzu gehört auch unser Bildungssystem, überfordert werden, weil zu früh oder auch zu spät bestimmte Fertigkeiten und Leistungen unter Zeitdruck von ihnen erwartet werden.

Diese Kinder brauchen Verständnis und professionelle Hilfe!